Google bezieht Büroräume in Berlin
Mrz 20


Wer in eine neue Wohnung zieht, muss seinem Vermieter eine Mietkaution in Höhe von bis zu drei Nettokaltmieten hinterlegen. Dies ist heutzutage sowohl per Sparbuch als auch per Kautionsbürgschaft möglich. Beide Kautionsformen haben Vor- und Nachteile, welche in diesem Beitrag erläutert werden.

Argumente pro Barkaution/Sparbuch
Junges Paar beim Umzug in die neue WohnungFür die Anlage der Mietkaution auf die “herkömmliche Art” müssen Mieter zunächst bis zu drei Monatsmieten aufbringen. Das Kautionsgeld wird während der Mietdauer bei einer Bank oder Sparkasse auf einem Sparbuch festgelegt, und ist für den Mieter nicht verfügbar. Wer über genügend Ersparnisse verfügt, wird in dieser Art der Kautionshinterlegung sicherlich kein Problem sehen, und sich nach dem Auszug über eine Rückzahlung samt Zinsen freuen. Ein weiterer Vorteil der klassischen Mietkaution ist, dass im Ergebnis nur einmal Kosten anfallen. Einziger Wehrmutstropfen: wer erneut umzieht, muss die Kaution für die nächste Wohnung eventuell vorstrecken, da sich der abgebende Vermieter mit der Rückzahlung meist einige Wochen Zeit lässt. Wer dies finanziell trotz der übrigen Umzugskosten stemmen kann, liegt mit dieser Art der Mietkaution nicht falsch.

Argumente pro Kautionsbürgschaft
Anders sieht es bei Mietern aus, deren Umzugsbudget eher knapp ist. Hier ist die Mietkautionsbürgschaft eine willkommene Alternative. Wer als Mieter eine Kautionsbürgschaft abschließt, kann weiterhin frei über die Kautionssumme verfügen, und das Geld z.B. für die übrigen Umzugskosten einsetzen. So lässt sich verhindern, dass die letzten Ersparnisse aufgebraucht werden, oder sogar der teure Dispokredit in Anspruch genommen werden muss. Nachteil dieser Kautionsform: es fallen überschaubare aber regelmäßige Kosten an. Nach dem Auszug gibt es auch kein Geld zurück, da nie eine volle Kautionssumme eingezahlt wurde. Diese Kautionsform ist daher unter dem Aspekt “Liquidität” zu betrachten. Die Mietkautionsbürgschaft eignet sich somit für Mieter, die nicht über hohe finanzielle Reserven verfügen, oder sich für die neue Wohnung das eine oder andere “Extra” wie z.B. ein neues Möbelstück leisten möchten.

Wie genau funktioniert eine Mietkautionsbürgschaft?
Die Kautionsbürgschaft ist eine moderne Alternative zu herkömmlichen Kautionsformen. Anstelle einem Mietkautionssparbuch oder Bargeld überreicht der Mieter seinem Vermieter die Bürgschaftsurkunde einer Kautionskasse. Letztere garantiert dem Vermieter Mietsicherheit in Höhe der vereinbarten Kautionssumme. Der Mieter zahlt für seine Kautionsbürgschaft anstelle des vollen Kautionsbetrags lediglich eine günstige jährliche Prämie, und kann somit Dispo und Ersparnisse beim Umzug schonen.

Wie und wo wird die Bürgschaft beantragt?
Da es bei Kautionsbürgschaften mehrere Vertragsausführungen gibt, sollten Mieter und Vermieter zunächst die Vertragsdetails klären. Einige Vermieter akzeptieren nur Bürgschaften von Banken, wiederum andere favorisieren einen bestimmten Anbieter. Da es auch große Unterschiede in der Preisgestaltung der Anbieter gibt, sollten Verbraucher zunächst einen Kostenvergleich durchführen. Unabhängige Portale, wie z.B. www.mietkautionsbuergschaft.de bieten neben einem unabhängigen Kostenrechner unabhängige Testberichte, welche die Vor- und Nachteile der einzelnen Verträge aufzeigen.

Fazit
Welche der beiden Kautionsformen “besser” ist, lässt sich pauschal nicht wirklich beantworten, sondern hängt von individuellen Gesichtspunkten ab. Ausschlaggebend für die Entscheidung für oder gegen eine Mietkautionsbürgschaft sind wohl in erster Linie finanzielle Aspekte auf der Seite des Mieters. Aber auch die Vorgaben der Vermieter spielen für die Auswahl der Kautionsform eine Rolle. Es gibt immer noch Vermieter, welche diese Form der Mietkaution kategorisch ablehnen. Wieder andere Vermieter ziehen inzwischen Mietkautionsbürgschaften ausdrücklich der Barkaution vor.

Paar Umzugskartons wibaimages – Fotolia.com
© wibaimages – Fotolia.com

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Geschrieben von nachmieter mit folgenden Stichworten:


One Response to “Als Nachmieter Mietkaution hinterlegen – Spar- oder Kautionskasse?”

  1. 1. Frank Waschke Says:

    Ich habe vorher noch nie von der Möglichkeit der Mietkautionsbürgerschaft gehört. Danke für die Aufklärung und Informationen zum Thema! Wenn die Kaution für eine neue Wohnung nicht nur eine, sondern gleich drei Monatsmieten beträgt, ist die die Mietkautionsbürgerschaft eine gute Alternative zur normalen Mietkaution. Eine Frage habe ich noch: In welchem Rahmen bewegt sich die jährliche Prämie?

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